Die Weinlese 2022


Nach 37 Tagen konnten wir am 20. Oktober unsere Weinlese abschließen.
Es erwarten Sie Weine mit feiner Frucht, elegantem Körper und trinkfreudigem Genuss.

Der Witterungsverlauf im heurigen Jahr war aus verschiedensten Gründen herausfordernd. Im Frühjahr wechselten sich kühle und warme Phasen ab, wobei es insgesamt zu trocken war. Der Rebaustrieb fand auch heuer wieder relativ spät gegen Ende April statt. Im Hinblick auf die drohende Spätfrostgefahr, die üblicherweise bis Mitte Mai besteht, war das aber durchaus als positiv zu sehen.

Aufgrund der warmen Witterung fand die Blüte dann relativ früh statt. Danach gab es auch die lange erhofften Niederschläge. Da diese rund um die Blüte zu verzeichnen waren – einem sehr empfindlichen Stadium der Rebe während des Vegetationsverlaufes – gab es erheblichen Pilzdruck. Um Schäden zu verhindern, waren wir gefordert, die Reben besonders aufmerksam zu pflegen.

Im Juli und August hatten die Reben wiederum mit enormer Dürre zu kämpfen. Trockenheit und Hitzetage über 30 Grad Celsius waren für die Reben eine erhebliche Herausforderung. Hagel und Starkregenereignisse waren nur punktuell beziehungsweise vereinzelt anzutreffen.

Zu einem Zeitpunkt, als die meisten Weingärten durch die Trockenheit bereits an ihre Belastungsgrenze gekommen waren, gab es jetzt Ende August den ersehnten Niederschlag. Durch die in der Folge zur Verfügung stehende Feuchte in den Böden wurden die Reifeentwicklung der Trauben zügig fortgesetzt. Grundsätzlich sind jedoch die hohen Temperaturen des Sommers verantwortlich dafür, dass die Zuckergehalte in den Trauben bereits relativ weit fortgeschritten waren.

Regen und herbstliche Verhältnise im September waren sehr herausfordernd. Es erforderte besonderes Fingerspitzengefühl vom Winzer, um den richtigen Lesezeitpunkt zu treffen.

Da wir in unserem Weinhof seit Jahren nur Handlese praktizieren, konnten wir bereits im Weingarten die unreifen und gefaulten Beeren ausselektieren und ausschließlich top gereiftes Lesgut in den Keller bringen. Das Ergebnis weckt große Erwartungen an einen sehr guten Jahrgang mit Weinen voll feiner Frucht, elegantem Körper und trinkfreudigem Erlebnis.